Im Laufe der Geschichte hat die Architektur einen Wandel ästhetischer Erscheinungsformen und Ausdifferenzierung funktionaler Anforderungen an Bauwerken erlebt. So kann Architektur als Baukunst gekennzeichnet und in die Korrelation mit dem materiellen Ausdruck der Gesellschaft gestellt werden. Mit der Liebe für schöne und eindrucksvolle Gebäude, stellen wir Euch unseren Investment-Immobilien-Blog mit dem Thema „außergewöhnliche Architektur“ vor! Bei uns erfahrt Ihr, wo sich welche architektonischen Schätze versteckt haben!

"Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche, sie ist Kühnheit und Erfindung." Eugene Ionesco

Donnerstag, 09. Juli 2015

Baupolitik mal anders

ARCAM - Das Architekturmuseum in Amsterdam Centrum

Auf der Suche nach außergewöhnlicher Architektur kommt man nicht an Amsterdam vorbei. Das Architekturmuseum ARCAM liegt direkt am Amsterdamer Hafen, an der Prins Hendrikkade. Das kompakte, skulpturale Gebäude wurde von René van Zuuk entworfen und im Oktober 2003 eingeweiht.

René van Zuuk (3. September 1962, Doesburg ) ist ein niederländischer Architekt, der Bau und Produktionstechnik an der Technische Universität Eindhoven studierte. Nachdem er im Jahre 1988 sein Ingenieur-Diplom erhielt, arbeitete er im Büro von Skidmore, Owings & Merrill in London und Chicago (1988-1989). Bereits im Jahr 1989 gewann er den Wettbewerb "ongewoon wonen II" in Almere , mit dem Design für sein eigenes Haus "Psyche". Dies war der Startschuss für Ihn sich mit seinem eigenen Architekturbüro in Almere selbständig zu machen. Basis für seine Entwürfe ist das Zusammenspiel aus interessanter Architektur und effizienter, möglichst kostengünstiger Bauweise. René van Zuuk's Ziel ist es, einen maximierten Grad der "Besonderheit" des Endproduktes mit Einfachheit in der Herstellung zu vereinen.

ARCAM Amsterdam Frontansicht Foto: http://www.arcam.nl/en

Von Zuuk hatte auch bei dem Design des ARCAM mit einigen besonderen Gegebenheiten zu kämpfen. So war die zu bebauende Fläche nur 211 qm groß. Einerseits sollte das Gebäude vom Sheepvaarts Museum möglichst bescheiden wirken, anderseits von der Prins Hendrikkade durch seinen Charakter auffallen. Herausgekommen ist ein exzentrisches, dreigeschossiges Gebäude aus beschichtetem Aluminium mit einer Glasfassade an der Uferseite. Besonders auffällig ist die skulpturartige Glasfassade rund um den Eingang auf der Stadtseite.

ARCAM Amsterdam Schrägansicht Foto: http://www.arcam.nl/en

Ziel des Architekturzentrums ist, den Bürgern und Touristen die Baupolitik Amsterdams zu vermitteln. Ihnen stehen zahlreiche Bücher, Zeitschriften und Broschüren zur Verfügung. Probieren Sie zum Beispiel den interaktiven Touchscreen-Tisch aus, um auf digitale Weise Ihre persönliche, architektonische Route durch Amsterdam zu gehen. Der Architekturführer enthält Informationen von mehr als 600 Gebäuden in Amsterdam. Es gibt außerdem eine große Auswahl an Karten und Bücher zu diesem Thema. Am Ende ihrer Entdeckungsreise finden Sie in der Galerie eine abwechslungsreiche Auswahl an kleineren Souvenirs und feinen Design-Möbeln - alle von Architekten entworfen. Regelmäßig wechselnde Ausstellungen finden im Erdgeschoss statt, im Souterrain Zusammenkünfte und Seminare. Im Obergeschoss genießen die Mitarbeiter eine durch Glaswände unverbaute Aussicht auf den Amsterdamer Hafen.

ARCAM Amsterdam Rückansicht Foto: http://www.arcam.nl/en


Donnerstag, 23. April 2015

MARTa – eins der Innovativsten Museumsbauten weltweit

In Herford (NRW) steht das Museum des Jahres 2014

Architektur Helmut Claus Foto: http://www.marta-herford.de/ Fotograf: Helmut Claus

Ein Besuch im MARTa… Nur 300 Meter vom Bahnhof Herford in Nordrhein Westfahlen entfernt, steht ein Skulptur ähnliches Gebäude aus rotem Klinkerstein und Edelstahl. Hierbei handelt es sich um das spektakuläre, zeitgenössische Kunstmuseum MARTa. Mittlerweile hat sich das Museum in den Bereichen Design und Architektur nicht nur in Westfalen sondern auch international einen Namen gemacht. Entworfen wurde der Bau vom renommierten, amerikanischen Architekten Frank Gehry, eingeweiht am 07. Mai 2005 vom Gründungsdirektor Jan Hoet. Seit Anfang 2009 wird das Museum vom Kunstwissenschaftler Roland Nachtigäller geführt. Mittlerweile ist MARTa als eines der innovativsten Museumsbauten weltweit bekannt und wurde im Dezember 2014 von der deutsche Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes (AICA) zum Museum des Jahres 2014 ernannt.

Marta Herford Luciana Fabro Foto: http://www.marta-herford.de/

Ganz im Stil des Dekonstruktivismus ist der Bau mit vielen konvexen und konkaven Bauteilen und gewellt ansteigenden Dächern gestaltet. Die von weitem sichtbaren Lichtschächte ähneln Schornsteinen von Ozeanen. Im Außenbereich des Museums befinden sich verschiedene Skulpturen. Die Goebenstrasse ziert auf dem Mittelstreifen eine Bodenskulptur, die einen Ausschnitt aus dem Gedicht „Der Ball“ von Rainer Maria Rielke enthält. Als Abschlusselement dient eine Edelstahlkugel von Lucciano Fabro.

Architektur Helmut Claus Foto: http://www.marta-herford.de/ Fotograf: Helmut Claus

Schon beim ersten Blick auf das Museum fällt auf, dass der Skulptur-ähnliche Bau zur Straßenseite keine Fenster hat. Im Eingangsbereich wurden Glas und Edelstahl verbaut. Betritt man diesen, erreicht man den „Dom“. Dieser ist der Mittelpunkt des Museums und 22 Meter hoch. Um den Dom befinden sich 5 Galerien mit regelmäßig wechselnden Ausstellungen, die man über geschwungene Holztreppen erreicht. Die unterschiedlich hohen Decken der Galerien bestehen aus Gipskarton und sind wie der Außenbau schräg und wellig. Dies ergibt ein Zusammenspiel von Ausstellungsräumen, Veranstaltungsforum, Ateliers, Gastronomie Seminar- und Büroräumen, das bisher einzig in seiner Art ist. Insgesamt verfügt das Museum über eine Ausstellungsfläche von 2.500 Quadratmeter; viel Platz zum Erkunden. Ein Besuch im MARTa… lohnt sich definitiv!

Vielen Dank für die Unterstützung MARTa Herford (www.marta-herford.de).


Freitag, 20. März 2015

Von Sommerhäusern und Kellerstöckl

Im Südburgenland steht ein einzigartiges Sommerhaus

Südburgenland Foto: http//www.24gramm.com/     Fotograf: Martin Weiß

Das Sommerhaus "Südburgenland" würde sich perfekt in jede malerische Naturlandschaft einbinden; so auch in 7535 Deutsch Tschantschendorf/Oberbergen. Grund hierfür ist die ausschließliche Verwendung von Lärchen-Holz an der Außenfassade und die scharfkantige Kubatur des Objekts, die sich in ihrer Einfachheit perfekt der Umgebung anpasst. Als architektonisches Vorbild dienten die sogenannten Kellerstöckl, die typischen Höfe der Weinbauern der Region. Früher nur notdürftig eingerichtet sind viele Kellerstöckl heute einzigartige Wohnungen inmitten der wundervollen Weinberge des Südburgenlandes.

Südburgenland Foto: http//www.24gramm.com/     Fotograf: Martin Weiß

Das Holzhaus ist einzig für die Nutzung als Sommerresidenz entworfen worden. Auf der ebenfalls aus Lärchenrost gestalteten Terrasse wird jeder Sonnenuntergang mit einen Glas Wein zum echten Erlebnis. Hierfür wurden extra im Keller des Hauses ein Weinkeller sowie eine eigene Produktionsstätte für die Herstellung von Wein nachträglich eingebaut. Das Erdgeschoss sowie das Obergeschoss wurden ebenfalls zu großen Teilen aus Holz gestaltet. Dabei wurden die Kreuzlagenholzelemente nicht nur statisch genutzt, sondern auch als gestalterische Elemente im Innenraum. Außerdem wurden im Innenbereich auch Sichtbeton und Stahl als Werkstoff verwendet. Erst sie geben durch diesen speziellen Werkstoff-Mix dem Haus seinen einzigartigen Charme. Für die unbewohnte Zeit im Winter wurden spezielle Klapp- und Faltläden entwickelt, die im geschlossenen Zustand bündig mit der Fassade verschmelzen.

Südburgenland Foto: http//www.24gramm.com/     Fotograf: Martin Weiß

Das Südburgenland, die ursprünglichste Weinlandschaft des Burgenlandes erstreckt sich von Rechnitz im Norden bis nahe Güssing in den Süden. Die Rebfläche beträgt insgesamt etwa 498 Hektar. Die Rotweine, speziell der Blaufränkisch, sind von einer besonders mineralischen Würze geprägt. Elegante, pikante Weißweine setzen Akzente, ebenso die urtümliche Spezialität des Uhudlers.

Zwar ist das Südburgenland immer noch ein Geheimtipp weit ab von überlaufenen Weinzentren, doch die Aufbruchstimmung unter den jungen Winzern, die Thermenlandschaft, die Festspiele auf der Burg Güssing – all das lockt immer mehr Touristen an, ohne die typische Weinidylle zu zerstören.

Vielen Dank für die Unterstützung an 24gramm Architektur (http//www.24gramm.com/).


Freitag, 6. Februar 2015

Immobilienmarkt und Opulenz kennen keine Grenzen!

In New York entsteht das höchste Luxus-Wohnhaus der Welt

432 Park Avenue Foto: http//www.432parkavenue.com/

Valentinstag – Tag, an dem nicht nur die Verliebten daran erinnert werden, dass sie ihren Partnern nochmal die Liebe gestehen sollten, sondern auch die einsamen Herzen, dass sie sich unvollkommen und partnerlos durch den Tag kämpfen müssen. Nichtsdestotrotz gibt es immer eine Lösung in jeder schwierigen Situation! Außerdem ist Valentinstag der Tag der Liebe und wen liebt man am meisten, wenn man Single ist? Richtig! Sich selbst! Während die Verliebten Geld für Pralinen und Blumen ausgeben, kann man sich etwas Schönes gönnen und die Ruhe genießen!

Unser Tipp: Ein Luxus-Wolkenkratzer im Herzen New Yorks - Manhattan! In den Bau dieses Luftschlosses wurden 1,3 Milliarden Dollar investiert. Somit ist es das teuerste, höchste und luxuriöseste Wohnhaus der Welt. Der imposante Wolkenkratzer liegt an der Fifth Avenue und ist ein Werk des exzentrischen Immobilienunternehmers Harry Macklow, das er liebevoll als "Mona Lisa" bezeichnet.

432 Park Avenue Foto: http//www.432parkavenue.com/

Das 426 Meter hohe Wohnhaus ist noch unbewohnt und bietet eine grandiose Möglichkeit für wohlhabende Jetsetter, noch eine Residenz mit atemberaubendem Ausblick zu ergattern. Dennoch sollte man sich mit dem Kauf beeilen, da es insgesamt 104 Wohneinheiten gibt und davon bereits 92 vergeben sind. Dabei kommen die Käufer aus allen Teilen der Welt. Im Sommer dieses Jahres werden schon die Ersten in das Luxus-Wohnhaus einziehen. Außer der unglaublichen Panorama -Aussicht bietet das Innenleben Räumlichkeiten mit den edelsten Möbeln und Materialien, wie Marmor, Stahl und Edelholz.

Schade nur, dass die meisten Appartements als Dritt- oder Viertwohnsitz der Superlative dienen. Dies bedeutet, dass das Wohnhaus die meiste Zeit im Jahr leer stehen wird.


Mittwoch, 14. Januar 2015

Neue Alpine Lounge am Piz Boè

Atemberaubende Ausblicke und köstliches Essen: Die Krönung jeder Bergtour!

Alpine Lounge am Piz Boe Foto: http://www.boealpinelounge.it/

Der Piz Boè ist der höchste Berg der Sella Gruppe (3.152 Meter) in den Dolomiten. Bergwanderern im Sommer gilt er als leichtester Dreitausender, auch wenn einige Passagen des Klettersteigs nicht zu unterschätzen sind.

Legendär sind die Südtiroler Küche und ihr Weinangebot. Nur in wenigen anderen Bergregionen finden sich so viele exzellent bewirtschaftete Berghütten. Schon deren ladinische und italienische Bezeichnungen "ütia" und "Rifugio" machen das Verweilen behaglich bevor man überhaupt eingetreten ist.

Ab sofort zieht es nicht nur Wanderer und Feinschmecker in die größte und reichste Provinz Italiens, sondern auch leidenschaftliche Design-Fans. Als brauchte es einen prägnanten Gegenpol zu schnörkeligen Luis Trenker Style, macht sich Südtirol in den letzten Jahren vermehrt einen Namen für moderne Architektur, ausgeführt mit traditionellen Baustoffen wie grobem Naturstein und offenporigen Naturhölzern.

Der neue Star dieser Stilrichtung die Piz Boè Alpine Lounge, eröffnete Mitte Dezember 2014. Gestaltet wurde sie vom Büro Kalan Architekten Wilhelm Mair und Albert Dorfmann aus Brixen. Tritt man aus der Bergstation des Boè-Lifts heraus, begeistert der Anblick je nach Tageszeit und Lichtverhältnissen mal elegant kühl, mal einladend warm beleuchtet, immer leicht und transparent eingebettet in den schroffen Fels. Überflüssig zu erwähnen, dass sich hier die Südtiroler Küche beim Abhängen nach oder während einer Bergtour besonders genießen lässt.

Südtirols zeitgenössische Architektur – deren Grundzüge, wenn man sie dem staatlichen Bauhaus zurechnet, nun auch schon rund einhundert Jahre alt sind – macht auch vor Funktionsbauten wie Tankstellen, Milchhöfen und Betonwerken nicht halt. Mehr dazu unter http://atlas.arch.bz.it/


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